Abrahams Kinder

Abrahams Kinder mobil - ein interreligiöser Stadtrundgang

Am Sonntag, den 02. April 2017 ab 15 Uhr bietet der interreligiöse Verein Abrahams Kinder e.V. allen Großen und Kleinen wieder eine etwas andere Führung durch die Löwenstadt. Erstmalig in Kooperation mit dem Staatstheater Braunschweig im Rahmen der Interkulturellen Theaterwoche werden wird am Montag, den 03.04.2017 zusätzlich einen Workshop zum Thema „Glauben“ anbieten.

Diesmal geht es um den Begriff der Versöhnung und die theologische aber auch individuelle Annäherung an dieses Thema. Ein Thema, das in der derzeitigen Situation von kulturreligiösen Anschauungen, Abgrenzungen, Migrationsbewegungen und Gruppenzuschreibungen nicht wichtiger sein könnten. Wenn wir 2017 also 500 Jahre Reformation begehen, setzen wir die von Luther angeregten Impulse für eine gesellschaftspolitische Reflektion fort und beleuchten diese unter neuen, aktuellen Perspektiven und Fragestellungen. Versöhnung hat in allen drei abrahamischen Religionen einen äußerst hohen Stellenwert.

 

Im Judentum wird zu Jom Kippur der Tag der Versöhnung begangen und beschließt damit das Ende einer 10 tägigen Zeit der Reue und Buße, die dazu dient, sich kritisch mit seinen eigenen Bemühungen um ausgleichende Gerechtigkeit und Wohltat für sein Umfeld auseinanderzusetzen. „Der Versöhnungstag befreit von Sünden gegen Gott, jedoch von Sünden gegen den Nächsten erst, nachdem die geschädigte Person um Verzeihung gebeten worden ist" (Talmud Joma VIII, 9).

Der Begriff der Versöhnung im Christentum steht in engem Zusammenhang mit dem Leiden und Auferstehen Jesu Christi. Dies legt den Grundstein für die Lehre der Versöhnung und findet sich in verschiedenen Stellen der Bibel (1. Mose 4, 1-26/ Johannes 8,1-11/ Matthäus 5, 38-42). Gottessohn entscheidet das Leid der Menschen auf sich zu nehmen und sie mit Gott zu versöhnen.

Der Islam stellt die Versöhnung der Menschen noch vor seine grundlegenden Säulen „Soll ich etwas tugendhafteres als das Fasten, Almosen verteilen und Gebet verrichten nennen? Zwei Gläubige, die verfeindet sind zu versöhnen [...]“.

In allen abrahamischen Religionen ist die Vergebung durch Gott  verankert. Wie aber kann jeder Einzelne zur Versöhnung beitragen? Wir wollen uns über diesen gelebten Alltag austauschen.

Wir beginnen um 15:00 Uhr in der VIKZ Moschee in der Leopoldstraße 29, danach gehen wir gemeinsam zur St. Martini- Kirche und schließen den Rundgang in der Synagoge der jüdischen Gemeinde in der Steinstraße ab.

Zur besseren Planung bitten wir um Anmeldungen unter AbrahamsKinder@web.de bis zum 31. März 2017.

 

Salam, Shalom und Grüß Gott

 

Weitere Informationen zum Interreligiösen Stadtrundgang unter www.abrahamskinder.de sowie auf unserer Facebook Seite AbrahamsKinder und Staatstheater Interkultur

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